Rotterdam: Schienenseitige Kapazitätseinschränkung ab Juli 2026

APM Terminals Maasvlakte II befindet sich derzeit in einer Phase der Terminalerweiterung, Umgestaltung und operativen Anpassung. Im Zuge dieser Maßnahmen wird insbesondere der Bereich zwischen Bahnmodul und Yard neugestaltet. Voraussichtlich ab dem 01.07.2026 werden diese Maßnahmen zu deutlichen temporären Einschränkungen der verfügbaren schienenseitigen Abfertigungskapazität führen, die bis Mitte 2027 andauern werden. Daraus entstehen in diesem Zeitraum spürbare Auswirkungen auf unsere Railprodukte, bzw. auf die Anbindung an APM Terminals Maasvlakte II.

Nach aktuellem Informationsstand wird die verfügbare Schienenkapazität am APMT2 während dieses Zeitraums erheblich reduziert. Für Contargo bedeutet dies, dass ein wesentlicher Teil der bisher genutzten Slots voraussichtlich nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen wird. Da alternative Slots an anderen Terminals auf der Maasvlakte derzeit nur sehr begrenzt verfügbar sind, erwarten wir deutliche Auswirkungen auf bestehende Zugprodukte, Laufzeiten, Terminalbedienungen und operative Abläufe.

Die konkreten Auswirkungen je Zugprodukt und Relation werden derzeit intensiv analysiert. Bereits heute müssen wir jedoch davon ausgehen, dass es je nach Verbindung zu Anpassungen bestehender Slotzeiten, Bündelungen von Mengen, operativen Umleitungen oder im Einzelfall auch zum temporären Entfall bisheriger direkter schienenseitiger Bedienungen am APMT2 kommen kann.

Gleichzeitig arbeiten wir mit Hochdruck an möglichen Ersatz- und Stabilisierungslösungen innerhalb unseres trimodalen Netzwerks. Dazu gehören insbesondere folgende Maßnahmen:

  1. Zusätzliche Barge-Kapazitäten und Fixed Windows am APMT2
    Contargo befindet sich in engem Austausch mit APMT2, um zusätzliche bzw. erweiterte Fixed Windows für die Binnenschiffsabfertigung zu schaffen. Ziel ist es, die Volumen unserer Kunden per Barge möglichst schnell, zuverlässig und planbar zum APMT2 zu bringen bzw. von dort abzuholen. Wir erwarten, diese zusätzlichen Barge-Windows ab Juli in unsere festen Fahrpläne integrieren zu können.
  2. Priorisierung und Bündelung auf verbleibenden Rail-Slots
    Wo uns weiterhin Rail-Slots am APMT2 zur Verfügung stehen, werden wir Containerströme gezielt bündeln und priorisieren. Dadurch wollen wir sicherstellen, dass insbesondere zeitkritische und operative relevante Container weiterhin bestmöglich über die verbleibenden Kapazitäten abgewickelt werden.
  3. Nutzung anderer Railterminals in Kombination mit Barge- oder Truck-Umfuhren
    Wir stehen im Austausch mit weiteren Railterminals im Rotterdamer Hafen, um APMT2-Container über alternative Terminals vor- oder nachzulaufen. Dies kann, abhängig von der jeweiligen Relation und Verfügbarkeit, durch Barge- oder Truck-Umfuhren zwischen APMT2 und anderen Terminals erfolgen, sofern unsere Züge diese Terminals bedienen können.
  4. Fortlaufende Gespräche mit APMT2 über zusätzliche Zugkapazitäten
    Parallel bleiben wir mit APMT2 in engem und kontinuierlichem Austausch, um zu prüfen, ob im Laufe der Einschränkungsphase zusätzliche Kapazitäten für weitere Züge oder einzelne Zeitfenster verfügbar gemacht werden können.

Unser Ziel ist es, die Auswirkungen für Sie so weit wie möglich zu begrenzen und Ihnen auch während dieser anspruchsvollen Phase eine belastbare Anbindung an APMT2 zu ermöglichen. Aufgrund der Dimension der angekündigten Einschränkungen werden sich dennoch operative Anpassungen und verlängerte Laufzeiten zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen und zusätzliche Kosten für Ersatzlösungen nicht vermeiden lassen.

Sobald uns weitere belastbare Informationen zu den konkreten Auswirkungen je Zugprodukt vorliegen, werden wir Sie umgehend informieren. Darüber hinaus werden wir Sie aktiv ansprechen, sofern für Ihre Verkehre konkrete Ersatzlösungen erforderlich oder möglich sind.