Generalsanierung der rechten Rheinstrecke: Auswirkungen auf unsere Verkehre vom 10. Juli bis Dezember 2026

Ab dem 10. Juli 2026 führt die DB InfraGO eine umfassende Generalsanierung der rechten Rheinstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden durch. Für die Durchführung der Bauarbeiten wird die Strecke bis Mitte Dezember 2026 vollständig für den Bahnverkehr in beide Richtungen gesperrt. Die Maßnahmen sind Teil eines umfangreichen Infrastrukturprogramms zur langfristigen Modernisierung und Stabilisierung eines der wichtigsten europäischen Schienenkorridore.

Auswirkungen auf den Schienengüterverkehr

Während der Sperrung wird der Güterverkehr des westlichen Nord-Süd-Korridors überwiegend über die linke Rheinstrecke sowie teilweise über den Korridor Siegen – Haiger - Frankfurt umgeleitet. Aufgrund der längeren Fahrwege, zusätzlicher betrieblicher Anforderungen und der erhöhten Netzbelastung ist mit verlängerten Laufzeiten zu rechnen. 

Um die zusätzlichen Güterverkehre auf den Umleitungsstrecken aufnehmen zu können, wird der öffentliche Personennahverkehr auf den Umleitungsstreckenreduziert. Dennoch wird sowohl auf der linken Rheinstrecke als auch auf den Umleitungsrouten über Siegen eine außergewöhnlich hohe Trassenauslastung erwartet. 

Zusätzliche Belastungen durch weitere Baumaßnahmen

Die Herausforderungen werden zusätzlich durch weitere Infrastrukturmaßnahmen im deutschen Schienennetz verstärkt. Hierzu zählen unter anderem umfangreiche Einschränkungen im Raum Fulda zwischen dem 11. Juli und 30. Juli 2026, die weitere Umleitungen erforderlich machen. Dadurch verringert sich die Anzahl verfügbarer Alternativrouten ebenso wie die betrieblichen Reservekapazitäten im Netz.

In einem hoch vernetzten europäischen Eisenbahnsystem können bereits kleinere Störungen oder Kapazitätsengpässe Auswirkungen auf zahlreiche Verkehrsketten nach sich ziehen. Vor diesem Hintergrund ist während der gesamten Bauphase mit einer erhöhten betrieblichen Komplexität zu rechnen. Verspätungen oder gar Ausfälle können daher nicht ausgeschlossen werden.

Betroffene Zugprodukte

Von den Einschränkungen unmittelbar betroffen sind insbesondere unsere Verkehre auf den Relationen zwischen:

  • Rotterdam/Antwerpen – Basel
  • Rotterdam/Antwerpen – Weil am Rhein
  • Rotterdam - Wörth
  • Rotterdam – Mannheim
  • Rotterdam/Antwerpen – Frankfurt/Main
  • Duisburg - Pomezia

Für diese Verbindungen müssen wir während des Bauzeitraums mit verlängerten Transportzeiten und einer eingeschränkten betrieblichen Flexibilität rechnen.

Unsere Maßnahmen zur Sicherung der Transportqualität

Um den zu erwartenden Einschränkungen bestmöglich entgegenzuwirken, haben wir gemeinsam mit unseren Partnern umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Hierzu gehören insbesondere:

  • eine intensivierte Überwachung der Verkehrsabläufe,
  • die laufende Abstimmung mit unseren Traktionspartnern und den betroffenen Terminals 
  • eine kontinuierliche Anpassung der Verkehrsplanung an die aktuelle Betriebslage. 

Unser Ziel ist es, die Auswirkungen auf Ihre Transportketten so gering wie möglich zu halten und trotz der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit sicherzustellen.

Ausblick

Trotz intensiver Vorbereitung aller Beteiligten werden sich zahlreiche Auswirkungen erst im laufenden Betrieb zeigen. Zusätzliche Hemmnisse auf der unmittelbaren und mittelbaren Infrastruktur, kurzfristige Kapazitätsengpässe sowie weitere betriebliche Einschränkungen können derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Wir bitten Sie daher während der gesamten Bauphase um Ihr besonderes Verständnis, Ihre Geduld und Ihr Vertrauen. Unsere Teams werden die Situation fortlaufend überwachen und Sie über wesentliche Entwicklungen frühzeitig informieren.

Für Rückfragen steht Ihnen Ihre gewohnten Ansprechpartner jederzeit gerne zur Verfügung.