Nachdem am frühen Donnerstagmorgen auf dem Rhein bei St. Goarshausen das Tankmotorschiff Waldhof beladen mit rund 2.400 t Schwefelsäure gekentert ist, wird der Fluss aller Voraussicht nach für mehrere Tage unpassierbar bleiben.

Zwei der vier Besatzungsmitglieder werden immer noch vermisst, aber aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen bestehen nur noch geringe Chancen sie lebend zu bergen.

Momentan befindet sich das 110m lange Schiff hinter dem Loreleyfelsen, wo es von Einsatzkräften gegen Abtreiben gesichert wurde. Die Gefahr einer chemischen Reaktion der Schwefelsäure mit Rheinwasser bestünde nur dann, wenn Rheinwasser durch zum Beispiel defekte Druckventile in die momentan noch dichten Tanks eindringen würde. Durch die entstehende Hitze wäre eine Beschädigung der Tanks möglich, die letztendlich zum unkontrollierbaren Austreten der Säure führen könnte.

Es gebe für einen derartigen Chemie-Unfall in der Schifffahrt in Deutschland keinen Präzedenzfall, die Folgen für Flora und Fauna wären gravierend, sagte der Rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck. Die Bergung gestaltet sich aufgrund der starken Strömung äußerst schwierig.

Konkrete Pläne zur Bergung des Havaristen werden ab heute Morgen umgesetzt : Vier Schwere Bergungskräne aus Rotterdam und Duisburg werden versuchen den Tanker aufzurichten. Die Ursachen des Kenterns des Tankmotorschiffs, das sich als Doppelhüllenschiff auf dem modernsten Stand für Schiffe dieser dieser Kategorie befindet, bleiben weiterhin ungeklärt.

Die beiden geborgenen Crewmitglieder, von denen sich einer mit leichten Verletzungen und der andere nach einer Operation in einem Krankenhaus befindet, sind außer Lebensgefahr.

Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Ihr Contargo Team

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