Contargo führt eine Wartezeitregelung für Binnenschiffe in den Seehäfen ein.

Seit 2004 müssen unsere Containerbinnenschiffe in den Seehäfen Antwerpen und Rotterdam immer wieder Wartezeiten von 24 bis 72 Stunden hinnehmen, obwohl die Binnenschiffe angemeldet sind und pünktlich am Terminal erscheinen. Die unzureichend vorhandenen Umschlagskapazitäten werden von den Betreibern der Terminals bevorzugt zum Laden und Löschen von Seeschiffen benutzt. Verspätungen beim Umschlag der Seeschiffe kosten die Terminals Geld, während die verspätete Abfertigung von Binnenschiffen bisher keine finanziellen Konsequenzen für die Terminalbetreiber hat.

Nachdem wir Ende Februar diesen Jahres in Rotterdam extreme Wartezeiten für unsere Binnenschiffe von 80 Stunden und mehr hinnehmen mussten, hatte sich die Situation zunächst wieder entspannt. Aktuell haben die Abfertigungsprobleme für die Container-Binnenschifffahrt in Antwerpen und Rotterdam erneut massiv zugenommen. Durch die anhaltenden Verzögerungen bei der Abfertigung in den Seehäfen Rotterdam und Antwerpen entstehen uns erhebliche Mehrkosten, die wir nicht mehr allein tragen können.

In der Vergangenheit wurde mehrfach versucht, die Seehafenterminals zu Maßnahmen zu bewegen, die eine nachhaltige Verbesserung der Situation bewirken. Leider konnten nur kurzfristige Erfolge erzielt werden. In Rotterdam fehlen Umschlagskapazitäten und in Antwerpen sind die Abfertigungszeiten der Terminals so eingeschränkt, dass die theoretisch möglichen Kapazitäten nicht genutzt werden. Wir sehen heute leider keine Maßnahmen, die unsere Situation in nächster Zeit auch nur annähernd verbessern würden.

Konkret entstehen uns Mehrkosten durch

– Zusatzschiffe (um Fahrpläne einzuhalten)

– Geringere Auslastung unserer Schiffe (weil Folgetermine nicht gehalten werden können)

– Zusatzgasöl (erhöhte Reisegeschwindigkeit um Verspätungen aufzuholen)

– Liegegelder für Schiffe

– Umfuhren im Seehafen

– Erhöhter Aufwand an den Inlandsterminals (um Verspätungen aufzuholen)

Durch die lang anhaltende schlechte Situation können wir diese Kosten nicht mehr übernehmen, ohne den Bestand unseres Unternehmens zu gefährden. Wir sind deshalb gezwungen Sie an diesen Kosten zu beteiligen, wenn Ihr Dienstleister für den Seehafenumschlag – aus welchem Grund auch immer – die zeitnahe Abfertigung unserer Binnenschiffe mit Ihren Containern nicht durchführt.

Analog zur Ihnen bekannten Wartezeitregelung bei einer LKW-Gestellung werden wir deshalb zum 1. August 2007 unsere Konditionen ändern und für Wartezeiten, die über 12 Stunden (Lade- und Löschbereitschaft angezeigt bis Ende der Umschlagstätigkeit) an einem Terminal hinaus gehen, eine Wartezeitvergütung in Höhe von 15 Euro pro Container für jedes angefangene 12 Stundenintervall berechnen. Sie werden von uns darüber zeitnah informiert werden.

Nach 36 Stunden Wartezeit behalten wir es uns vor, unser Binnenschiff abzuziehen und die betroffenen Container an einem anderen Terminal zu löschen, da dann definitiv ein Ablieferhindernis gemäß § 419 HGB (Deutsches Handelsgesetzbuch) vorliegt. Wir werden Sie bei der Annahme einer Buchung im Übrigen zukünftig auch bitten, uns für diesen Fall eine vorsorgliche Weisung zu erteilen.

Achtung! Da die neue Regelung nicht sofort IT technisch umgesetzt werden kann, werden wir für die Zeit vom 1. August 2007 bis zum 30. September 2007 mit einer Übergangsregelung arbeiten:

Momentan sind die folgenden Terminals von der Congestion betroffen:

Antwerpen – 730, 913, 869, 1742

Rotterdam – APM, ECT Deltaterminals, ECT Home

Für diese Terminals werden wir für den o.g. Zeitraum eine pauschale Wartezeitvergütung von 15 Euro pro Container unabhängig von der tatsächlichen Liegezeit erheben. Diesen Zuschlag werden wir monatlich überprüfen und ggf. anpassen, falls sich die Situation ändert. Die erste Überprüfung wird am 15. August 2007 mit Wirkung zum 1. September 2007 stattfinden.

Die aktuelle Situation und die weitere Entwicklung werden wir ab dem 16. Juli 2007 auf unserer Website www.contargo.net veröffentlichen.

Ihre Zustimmung zu den neuen Konditionen werden wir bei Ihnen rechtzeitig vor dem 1. August 2007 schriftlich einholen. Sollte dies für Buchungen mit Transportdatum ab dem 1. August 2007 nicht erfolgt sein, werden wir Sie bei Eintreffen Ihrer Buchung schriftlich bitten, für diese Buchung die neuen Konditionen zu akzeptieren. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir ohne Ihre Zustimmung zu den neuen Konditionen einen Transport nicht durchführen können.

Wie Sie in den vergangenen Tagen bereits der Presse und unserer Website entnehmen konnten (10-Tage Fahrplan Antwerpen), arbeiten wir an Lösungen für das Problem und hoffen dabei natürlich auch auf Ihre Mithilfe. Falls Sie noch Fragen oder Anregungen zum Thema für uns haben, freuen wir uns auf Ihre Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.">info@contargo.net.  

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